|
Tötungen
|
|
Unzählige palästinensische Zivilisten wurden - insbesondere
während der Intifada - Opfer von israelischen Soldaten oder radikalen
jüdischen Siedlern. Zwar untersagte die israelische Regierung
angesichts der steigenden Zahl von Tötungen zu Beginn des Aufstandes
den Gebrauch von scharfer Munition und erließ den Befehl, nur
auf die Beine jugendlicher Demonstranten zu schießen, nichts
desto trotz starben viele Palästinenser an Kopf- und Brustverletzungen
der als "human" geltenden Gummigeschosse.
Über 130 Palästinenser wurden zwischen 1988 und 1993
Opfer einer regelrechten Hinrichtung durch "Todesschwadronen",
verdeckt arbeitende Spezialeinheiten der israelischen Armee, die
- als Palästinenser verkleidet - in den besetzten palästinensischen
Gebieten operierten. Die Gründung dieser Einheiten erfolgte
auf Anordnung der israelischen Regierung. Obwohl sie offiziell nur
zur Verhaftung gesuchter Personen eingesetzt wurden und den gleichen
Vorschriften in bezug auf den Schußwaffengebrauch unterlagen,
wie andere Soldaten auch, wurden die Opfer meist ohne Vorwarnung
erschossen. Viele starben nach erfolgter Verhaftung, ob an unterlassener
Hilfeleistung oder aber, wie der 18jährige Student Sa'id Khali
Abdul Karim aus Khan Younis, durch gezielte Schüsse.
Auch nach Unterzeichnung der Prinzipienerklärung ist es bei
Zusammenstößen zwischen Palästinensern und israelischen
Sicherheitskräften oder aber bei Einsätzen der "Todesschwadronen"
wiederholt zu Verletzungen und Tötungen auf seiten der palästinensischen
Bevölkerung gekommen. LAW spricht für diesen Zeitraum von
262 Tötungen durch israelischen Sicherheitskräfte. In vielen
Fällen handelt es sich hierbei um Jugendliche und sogar Kinder.
|
 |