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Entzug von Identitätskarten

Entzug von Identitätskarten

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Die israelische Politik der "Judaisierung" Ostjerusalems setzte unmittelbar nach der Besetzung der Stadt 1967 ein. Demographische und geografische Tatsachen wurden geschaffen, die die "Einheit" Jerusalems als Haupstadt Israels manifestieren und eine erneute Teilung bzw. Abtrennung des Ostteils von Israel verhindern sollte. Neben unzähligen Siedlungsprojekten dient auch der Entzug von israelischen Identitätsausweisen palästinensischer Bewohner Ostjerusalems diesem Ziel. Der Entzug dieser Ausweise, der den Verlust des Aufenthaltsrechtes nach sich zieht, nahm mit der Änderung Aufenthaltsregulierungen für Palästinenser aus Ostjerusalem im Jahr 1996 drastisch zu. Während zwischen 1987 und 1996 durchschnittlich 30 Karten entzogen wurden, erhöhte sich nun deren Zahl auf ca. 600. So wurden ab 1996 bis Mai 1999 insgesamt 2 200 Ausweise Jerusalemer Palästinenser eingezogen. Dies bildet einen Menschenrechtsverstoß bürokratischer Art. Der Entzug dieser Ausweise hat für etwa 8 800 Menschen den Verlust ihres Aufenthaltsrechts in Jerusalem bedeutet. Eine Beedigung dieser Politik ist bis heute nicht abzusehen.

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