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Finanzsektor
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Die israelische Militärgesetzgebung verbot 1967 palästinensische
und andere arabische Banken, an ihre Stelle traten israelische Banken.
1982 wurde zwar wieder eine beschränkte Zahl zugelassen, doch
erst mit Beginn des Friedensprozesses änderte sich die Situation
merklich und die Zahl palästinensischer bzw. arabischer Banken
erhöhte sich zusehends. Mittlerweile sind 20 palästinensische
und ausländische Banken mit insgesamt 87 Filialen in Palästina
vertreten.
Die Einlagen bei den Banken sind von 1,711 Mrd. US-Dollar Ende
1996 auf 2,117 Mrd. US-Dollar Ende 1997 gestiegen. Die gesamten
Vermögenswerte stiegen in diesem Zeitraum von 2,2 Mrd. US-Dollar
auf 2,8 Mrd. US-Dollar. Im gleichen Zeitraum stieg das Kreditvolumen
von 424 Mio. US-Dollar auf 585 Mio. US-Dollar.
Genügend finanzielle Mittel sind vorhanden, die Kreditvergabe
erfolgt jedoch noch sehr zurückhaltend und meist nur über
kurzfristige Kredite. Häufig werden Anlagen im Ausland bevorzugt.
Für die Überwachung und Regulierung der Bankgeschäfte
in Palästina ist die Palestinian Monetary Authority (PMA) zuständig.
Nach den Pariser Verträgen von 1994 handelt es sich dabei jedoch
nicht um eine eigenständige Zentralbank. So gibt es bislang keine
eigene Währung. Der Israelische Schekel, der jordanische Dinar
und der Dollar sind als Zahlungsmittel anerkannt, über 80% der
Löhne werden in Neuen Israelischen Schekel ausgezahlt.
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