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Israel entzieht hunderten Palästinensern Wohnrecht in Ost-Jerusalem

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Die israelische Regierung hat von Anfang des Jahres 2009 bis zum 06. Juni 2010 insgesamt 829 Palästinensern das Aufenthaltsrecht in Ost-Jerusalem entzogen. Allein in diesem Jahr haben 108 Einwohner ihr Wohnrecht in der Stadt verloren, erklärte das Jerusalemer Zentrum für soziale und wirtschaftliche Rechte (JCSER) am Dienstag. Die von JCSER für seinen Bericht genutzten Daten erhielt das Zentrum nach Anfrage von dem israelischen Innenministerium.

Seit der Besetzung Ost-Jerusalems 1967 hat die israelische Regierung bis Juni dieses Jahres 86.226 Palästinensern ihre Aufenthaltsrechte aberkannt. Darüber hinaus werden Anträge auf Familienzusammenführung und Eintragungen von Neugeborenen in das Jerusalemer Bevölkerungsregister nur sporadisch bearbeitet. Von 2009 bis zum 15. Juli 2010 wurden insgesamt 1.099 Anträge auf Familienzusammenführung gestellt, allerdings wurde bis heute nur über 436 Anträge entschieden. Insgesamt bewilligten die israelischen Behörden 280 Familienzusammenführungen, lehnten allerdings 156 Anträge ab.


28.07.2010
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