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Menschenrechtskommissarin fordert Beendigung der Blockade

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Die Blockade des Gaza-Streifens verstoße gegen das humanitäre Völkerrecht und müsse unverzüglich beendet werden, forderte die VN-Kommissarin für Menschenrechte Navanethem Pillay am Dienstag in Genf.

Der gesamten Bevölkerung im Gaza-Streifen werden die „grundlegendsten Rechte vorenthalten“. Israel müsse Lebensmittel, Medikamente und Treibstoff zulassen sowie die Strom- und Wasserversorgung wiederherstellen, erklärte Pillay.

Im Gaza-Streifen sind rund 750.000 Palästinenser von internationaler Lebensmittelhilfe abhängig und können ohne diese nicht überleben. Das VN-Hilfswerk UNRWA benötigt nach eigenen Angaben 15 Wagenladungen täglich, um einen normalen Betrieb aufrecht zu erhalten.

Auch das VN-Koordinierungsbüro für humanitäre Hilfe (OCHA) forderte die Einhaltung der Menschenwürde. Es müsse das Wohlergehen der Bevölkerung gesichert werden. Vor allem mit Blick auf die Bedingungen für die Kinder und Jugendlichen, die knapp die Hälfte der 1.5 Millionen Einwohner ausmachen.

Den Zugang zum Gaza-Streifen für Hilfslieferungen und den Mitarbeitern der Vereinten Nationen müsse erleichtert werden, forderte auch gestern der Generalsekretär Ban Ki Moon. Wie die Vereinten Nationen mitteilten, sei er in „tiefer Sorge über die Folgen der sich verschlechternden humanitären Lage“.


19.11.2008
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