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WHO warnt vor humanitärer Krise im Gaza-Streifen
Jordanien zur Behandlung kranker Palästinenser bereit

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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat wegen der anhaltenden Abriegelung des Gazastreifens durch Israel vor einer "humanitären Krise" gewarnt. Israel weigere sich zunehmend, kranke Patienten zur Behandlung aus dem von der Hamas kontrollierten Gebiet ausreisen zu lassen, schrieb die Organisation in einem Bericht zur Lage des Gesundheitswesens im Gaza-Streifen.

Nach WHO-Angaben lehnte Israel seit Juni mit der Machtübernahme der Hamas 713 von insgesamt 4.047 Ausreiseanträgen palästinensischer Patienten ab. Zwischen Juni und Oktober habe sich der Prozentsatz der Ablehnungen mehr als verdoppelt, verlautete es in dem Bericht. Allein seit Oktober seien zwölf Menschen gestorben, weil es Verzögerungen an den Grenzübergängen gab oder Anträge nur schleppend bearbeitet wurden, so die Organisation.

Laut WHO schränkt Israel zudem die Versorgung mit Medikamenten und medizinischen Hilfsmitteln ein. Die UN-Organisation ermahnte die israelische Regierung, die humanitären Prinzipien zu respektieren. Das palästinensische Gesundheitswesen sei nicht in der Lage, alle Kranken allein zu versorgen.

Unterdessen hat sich der jordanische König Abdullah II. zur Aufnahme von palästinensischen Patienten bereiterklärt, deren Gesundheitszustand "besorgniserregend" sei. Vertreter der jordanischen Gesundheitsdienste sind bereits in Kontakt mit palästinensischen und israelischen Ärzten, damit die Betroffenen so rasch wie möglich in jordanische Krankenhäuser verlegt werden können, verlautete es in einer Erklärung.


07.12.2007
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