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Israelische Ärzte missbrauchen palästinensische Gefangene für medizinische Experimente
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Nach Angabe des PLO-Büros für nationale und internationale Beziehungen werden derzeit mehr als 1.000 palästinensische Gefangene von israelischen Ärzten in den Gefängnissen und Haftanstalten für medizinische Experimente missbraucht.
In einem am Montag veröffentlichten Bericht heißt es, dass 25% der palästinensichen Bevölkerung seit dem Beginn der Besatzung von Westbank und dem Gaza-Streifen (1967) bisher in israelischen Gefängnissen inhaftiert war.
Noch immer sind über 11.000 Palästinenser in Haft – einige sogar seit mehr als 30 Jahren. Unter den Inhaftierten sind 110 weibliche, 398 Kinder und 850 in sog. Administrativhaft, d.h. ohne Anklage, ohne Rechtsbeistand bzw. rechtskräftige Verurteilung. Insgesamt befinden sich 64% der Gefangenen seit mehr als 20 Jahren in Haft. Unter den Gefangenen sind 41 Mitglieder des Palästinensischen Legislativrates, 15 Gefangene befinden sich seit mehr als fünf Jahren in Einzelhaft. 187 Palästinenser starben aufgrund physischer und psychischer Folter in den Gefängnissen und Haftanstalten.
Unter den Gefangenen sind mehr als 1.000 Palästinenser krank; 150 weisen chronische Erkrankungen auf, 30 sind in ständiger stationärer Behandlung in einem Gefängniskrankenhaus und viele leiden unter der schlechten bzw. mangelnden medizinischen Versorgung. Alle wurden, so heißt es in dem Bericht, für medizinische Experimente von israelischen Ärzten missbraucht.
Der Bericht schließt mit einem Appell an die Vereinten Nationen und das Internationale Rote Kreuz sowie alle humanitären Institutionen, ihre Verantwortung hinsichtlich der Gefangenen war zu nehmen, um die israelischen Behörden zu zwingen, die vierte Genfer Konvention zu respektieren sowie die tagtäglich einhergehenden menschenverachtenden Verhaftungen der palästinensischen Bevölkerung zu stoppen.
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17.04.2007
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