|
Kulturkalender - Filme
|
|
 | „Das Herz von Jenin“ | Dokumentarfilm von Marcus Vetter und Leon Geller | Sohn Ahmed im November 2005 im Flüchtlingslager Jenin von Kugeln israelischer Soldaten tödlich am Kopf getroffen wird. Nachdem die Ärzte im Krankenhaus nur noch Ahmeds Hirntod feststellen können, entscheidet sich sein Vater, die Organe seines Sohnes sechs israelischen Kindern zu spenden und damit deren Leben zu retten.
Zwei Jahre später begibt er sich auf eine Reise quer durch Israel, um diese Kinder zu besuchen. Eine schmerzhafte und zugleich befreiende Reise, denn durch die Kinder kommt Ismael auch seinem Sohn wieder ganz nah.
Der Fall erregt große Aufmerksamkeit in den Medien. Mit nachgestellten Szenen, Interviews und Archivmaterial werden die dramatischen Stunden und Tage nach dem Unglück erzählt. | | Veranstaltungsdaten: | | 13. Juli bis 22. Juli 2009 | Veranstaltungsort: | Karlstor Kino
Am Karlstor 1
69117 Heidelberg | | Weitere Infos: | | Karlstor Kino |
 | „Koscher, Küche und Kebab“ | Dokumentarfilm über Chefköche für den Frieden | Seit sieben Jahren kochen palästinensische und israelische Starköche zusammen Galadinner für Feinschmecker - egal ob jenseits ihrer Friedensoase Krieg herrscht oder die Politiker über Frieden verhandeln.
"Wir sind christliche, muslimische und jüdische Köche und kommen mit scharfen Messern, bis an die Zähne bewaffnet in die Küche", meint Kevork Alemian, Maitre d´Hotel im legendären American Colony in Jerusalem.
Und er fügt mit verschmitztem Lächeln hinzu: "Aber die scharfen Messer sind nicht dafür da, um uns gegenseitig abzustechen, sondern um zusammen für den Frieden zu kochen." Kevork Alemian ist Gründer der "Chefs for Peace", der Köche für den Frieden.
Ins Leben gerufen wurde die Gruppe, als sich vier Chefköche - ein jüdischer Israeli, ein christlich-arabischer Israeli, ein Armenier und ein muslimischer Palästinenser - auf einem Slow Food Festival in Italien kennenlernten. Schnell begriffen sie, wie viel sie voneinander lernen konnten. "Seitdem sind meine besten Lehrer palästinensische Mütter", schwärmt Moshe Basson, ein jüdischer Chefkoch, der so gut Arabisch spricht wie Hebräisch.
Regelmässig geht er auf die arabischen Märkte Jerusalems um mit den palästinensischen Marktfrauen Rezepte auszutauschen. Sein bester Freund: Ibrahim Abu Seir, Chefkonditor in einem israelischen Luxushotel. Abu Seir ist Palästinenser und kennt sich besser in der koscheren Küche aus als manch ein Jude.
Der deutsch-israelische Filmemacher Uri Schneider hat die Köche für den Frieden bei ihrer Arbeit begleitet und beobachtet: auf den Märkten und am Herd, aber auch vor dem Hintergrund des Nahostkonflikts, an Militärcheckpoints und im ewig umkämpften Jerusalem.
Das Ergebnis ist ein Film, der zeigt, dass viele Israelis und Palästinenser zusammenleben wollen und können, wenn sie sich darauf besinnen, was sie verbindet. Bei den Friedensköchen ist das die Küche des Orients. | | Veranstaltungsdaten: | | 06. Juli 2009; 19:30 Uhr | Veranstaltungsort: | | Fernsehsender ARD Digital | | Weitere Infos: | | ARD Digital |
 | „Balagan“ | Ein Film von Andres Veiel | | Balagan ist ein Dokumentarfilm über die jüdisch-palästinensische Schauspieltruppe Akko, die in Israel mit der Aufführung des provokativen Theaterstücks „Arbeit macht frei“ für kontroverse Diskussionen sorgte. Der Palästinenser Khaled betrachtet seine Arbeit mit jüdischen Schauspielern als Teil einer friedvollen Vermittlung zwischen den Fronten. Seine Freunde in den besetzten Gebieten sehen in ihm gleichwohl einen Verräter. Der Vater der Jüdin Madi wäre während des Dritten Reichs beinahe im Vernichtungslager Sobibor getötet worden. Dennoch kritisiert Madi die reflexhafte Instrumentalisierung des Holocaust mancher Israelis zu politischen Zwecken. Veiels Film verwebt Szenenausschnitte aus dem Stück „Arbeit macht frei“ mit Interviews mit den Darstellern und wirft darüber hinaus einen Blick auf die Situation der Länder Israel und Palästina. | | Veranstaltungsdaten: | | 01. Juli 2009; 20:00 Uhr | Veranstaltungsort: | Mal Seh’n Kino & Café Filmriss
Adlerflychtstraße 6, Hinterhaus
60318 Frankfurt (Nordend) | | Weitere Infos: | | http://www.malsehnkino.de |
 | „Lemon Tree“ | Eine Parabel auf den Nahost-Konflikt | | Seit Jahrzehnten schon befindet sich der Zitronenhain im Besitz der Familie Zidane im Westjordanland, und nach dem Tod ihres Mannes sichert er der Witwe Salma (Hiam Abbas) ein bescheidenes Einkommen. Doch als der israelische Verteidigungsminister (Doron Tavory) und dessen Frau Mira (Rona Lipaz-Michael) in unmittelbarer Nähe ihr neues Domizil beziehen wollen, sind die Bäume dem israelischen Geheimdienst Mossad ein Dorn im Auge – schließlich könnten sich hinter den Bäumen palästinensische Terroristen verbergen und das Leben des Politikers bedrohen. Salma allerdings lehnt die angebotene Entschädigungszahlung ab und beharrt darauf, den Hain zu behalten. Als ihr die Bäume weggenommen werden sollen, nimmt sich die streitbare Witwe den Anwalt Ziad Daud (Ali Suliman) und geht schließlich bis vor den Obersten Israelischen Gerichtshof. Dabei erhält sie schließlich sogar Unterstützung von der Frau des Ministers und verliebt sich in ihren smarten Anwalt. Doch Gerechtigkeit erfährt sie nicht, der Kampf gegen die Ansprüche des Politikers und damit gegen israelische Sicherheitsinteressen – so absurd sie auch sein mögen – erweist sich als ungleicher Kampf, den Salma nur verlieren kann. | | Veranstaltungsdaten: | 28. Juni 2009; 20:30 Uhr
29. Juni 2009; 18:00 Uhr
05. Juli 2009; 18:00 Uhr
06. Juli 2009; 20:00 Uhr | Veranstaltungsort: | Filmtheater im Capitol
Alleenstraße 24
78054 Schwenningen | | Weitere Infos: | | Filmtheater im Capitol |
|
 |