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Kulturkalender - Ausstellungen

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„Deutsche Börse Photography Prize 2009“
Ausstellung mit Emily Jacir, Paul Graham, Tod Papageorge und Taryn Simon
Emily Jacir, Paul Graham, Tod Papageorge und Taryn Simon, die Finalisten des Deutsche Börse Photography Prize 2009, dokumentieren mit ihren vielschichtigen Arbeiten beeindruckend das gesamte Spektrum menschlichen Lebens.

Emily Jacir beschäftigt sich in ihrer Multimedia-Installation über den palästinensischen Intellektuellen Wael Zuaiter mit Themen wie historische Amnesie, Widerstand und der Logik von Archiven.

Die Farbfotografien von Paul Graham zeigen die unscheinbaren Spuren des Alltags in den USA und fügen sich als Ganzes zu einer ruhigen Sozialstudie zusammen. Wie ein Blick ins Paradies hingegen erscheinen die kontemplativen Szenen menschlichen Müßiggangs, die Tod Papageorge in einer Langzeitstudie im Central Park, New York, eingefangen hat. Taryn Simon durchbricht diese Sorglosigkeit und zeigt in ihren Bildern, was im Verborgenen der amerikanischen Gesellschaft vor sich geht - erschreckend und ästhetisch zugleich.

Die Palästinenserin Emily Jacir zählt zu den wegweisenden zeitgenössischen Künstlerinnen aus dem Nahen Osten. Die in Saudi-Arabien aufgewachsene Palästinenserin lebt heute in New York und Ramallah. Ihre Lebensstationen lassen die inhaltliche Brisanz ihres künstlerischen Schaffens bereits erahnen: das Aufeinanderprallen verschiedener Kulturen und unterschiedlicher religiöser und politischer Anschauungen sowie die individuellen Strategien, mit diesen schwierigen, gegen die Freiheit des Individuums gerichteten Verhältnissen umzugehen.
Veranstaltungsdaten:
Bis zum 19. Juli 2009

Veranstaltungsort:

Postfuhramt
Oranienburger Straße 35/36
10117 Berlin
Weitere Infos:
C/O Berlin

„Al-Nakba - Die Katastrophe Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948“
Eine Ausstellung des Vereins Flüchtlingskinder im Libanon e. V., Tübingen

Das Jahr 1948 bedeutete für die palästinensische Bevölkerung die nationale Katastrophe (al-Nakba). Das palästinensische Volk wurde zu einem Volk von Flüchtlingen. Die Thematisierung der Flucht und Vertreibung dieser Menschen - gilt bis heute vielfach als Tabubruch. Die Organisatoren sind davon überzeugt, dass ohne die Kenntnis und ohne eine gebührende Anerkennung dieses Teils des Konflikts Aussöhnung, Gerechtigkeit und Frieden im Nahen Osten keine Chance haben werden. Hierzu will die Ausstellung einen Beitrag leisten.
Veranstaltungsdaten:
Juli bis Dezember 2009

Veranstaltungsort:

02. Juli - 30. Juli 2009; Karlsruhe
10. August – 04. September 2009; Bergisch-Gladbach
07 September - 04. Oktober 2009; Berlin
21. September - 18. Oktober 2009; Witten
12. Oktober - 26. Oktober 2009; Freudenstadt
19. Oktober – 11. November 2009; Bochum
30. Oktober - 01. November 2009; Königswinter
02. November - 06. Dezember 2009; Duisburg
12. November - 26. Novembmer 2009; Saebeck
Weitere Infos:
Verein Flüchtlingskinder im Libanon

"Discover Islamic Art in the Mediterranean"
Ausstellung im Internet
Das nach eigenen Angaben "weiträumigste virtuelle Museum der Welt" eröffnet im April 2007 den neuen Ausstellungszyklus "Discover Islamic Art in the Mediterranean". Auf den Internetseiten werden über 600 Kunstgegenstände aus vierzig Museen und mehr als 200 Architekturdenkmäler aus14 Ländern gezeigt.

Die 18 thematisch gegliederten virtuellen Ausstellungen präsentieren das künstlerische Erbe der islamischen Dynastien im Mittelmeerraum. Mittels Texten in acht Sprachen und einer Einordnung in den historischen Kontext werden die Exponate dargestellt. Ins Leben gerufen wurde das Projekt, das weitgehend von der EU finanziert wird, von der Organisation "Museum ohne Grenzen".

Die Abbildung zeigt ein kleines Gefäß aus Hagira datiert 8. Jh. (christl. Zeitr.)/ 14. Jh. islamische Zeitr./Archäologisches Nationalmuseum in Madrid/Spanien).
Veranstaltungsdaten:
Dauerhafte virtuelle Ausstellung

Veranstaltungsort:

Internet
Weitere Infos:
www.discoverislamicart.org/

"Das Heilige Land als Auftrag"
150 Jahre Deutscher Verein vom Heiligen Lande
Anlässlich des 150-jährigen Jubiläums des "Deutschen Vereins vom Heiligen Lande" haben die Historiker Stephan Mock und Dr. Michael Schäbitz eine Ausstellung konzipiert, die die Geschichte des Vereins auf anschauliche Weise vermittelt.

Informationstafeln und bisher unveröffentlichte Exponate führen die Besucher von den Anfängen des Vereins im Jahre 1855 bis zum Jubiläumsjahr 2005. Die Ausstellung zeichnet die wechselhafte Entwicklung im Heiligen Land nach und informiert über interessante Aspekte der Arbeit des Vereins.
Veranstaltungsdaten:
Dauerhaft virtuelle Ausstellung

Veranstaltungsort:

Internet
Weitere Infos:
www.heilig-land-verein.de

"Paltel Virtual Gallery"
Fortsetzung der Ausstellungsreihe der Universität Birzeit
Die Universität Birzeit, in der Westbank, hat in diesem Frühjahr ein neues Internetportal geschaffen: Palästinensern und Palästinenserinnen sowie jedem an palästinensischer Kunst Interessierten werden akademische Kurse in palästinensischer, arabischer und zeitgemäßer internationaler Kunst geboten.

Die "Paltel Virtual Gallery" ist ein Schritt in Richtung kulturellem Verstehen, gerade weil das Leben und die Kultur der Palästinenser außerhalb des Nahen Ostens weitgehend unbekannt sind. Jeden Monat wird ein Künstler oder eine Künstlerin mittels Vita, Interviews, weiterführenden Beiträgen und natürlich verschiedener Kunstobjekte und -gegenstände auf den Seiten des neuen Internetportals der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Reihe begann mit der Künstlerin Suha Shoman.
Veranstaltungsdaten:
Dauerhafte virtuelle Ausstellung

Veranstaltungsort:

Internet
Weitere Infos:
www.virtualgallery.birzeit.edu/

"Promised Land" und "Pen-Pal-Projekt"
Virtuelle Ausstellungsprojekte im Internet
Beinahe täglich, wenn man die Zeitung aufschlägt oder Nachrichten im Rundfunk oder Fernsehen verfolgt, ist von Gewalt und Terror im Nahen Osten die Rede. Der politische Dialog scheint an seinem Ende angekommen zu sein. Hass und Fanatismus, Wut und Rache sind die vorherrschenden Gefühle auf beiden Seiten. Umso bemerkenswerter ist es, dass israelische und palästinensische Künstler mutig und entschlossen die Kommunikation zwischen den verfeindeten Nachbarn aufrechterhalten.

Auf diesem Terrain bewegt sich auch das „Pen-Pal Projekt” (Brieffreundschaften) von Eytan Shouker & Eldad Cidor, das auf der Idee basiert, einen persönlichen Dialog mit Hilfe eines kreativen Prozesses zwischen palästinensischen und israelischen Jugendlichen herzustellen. Die Künstler verteilten an insgesamt fünfhundert Jugendliche Einwegkameras, die nach einer kurzen Einweisung in das Fotografieren und die Bildgestaltung ihre unmittelbare Umwelt dokumentierten. Die entwickelten Fotos erhielten die Teilnehmer als Postkarten zurück, die auch Name und Adresse des Korrespondenzpartners enthielten, der mit Hilfe eines Fragebogens ermittelt worden war. Ohne Vermittler und unter Umgehung aller Grenzposten wurde für viele Teilnehmer dies der erste Versuch, mit dem Anderen freundschaftliche Beziehungen aufzunehmen.

In Suzanna Lauterbachs Projekt „Promised Land/Gelobtes Land”, das während der zweiten Intifada im Sommer 2001 entstanden ist, hat die Künstlerin Einwegkameras willkürlich an Israelis und Palästinenser und an in Israel lebende Ausländer aller Altersstufen verteilt, mit der Bitte, das aufzunehmen, was für sie persönlich das „Promised Land”, das „Gelobte Land” heute bedeutet. Eine Auswahl der Fotos und die Texte der Teilnehmer zu ihren eigenen Bildern geben überraschende Einblicke in die Befindlichkeit des heutigen Israel.
Veranstaltungsdaten:
Dauerhafte virtuelle Ausstellung

Veranstaltungsort:

Internet
Weitere Infos:
www.calcaxy.com/disposable-eyes/enter.html

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