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„Disteln im Weinberg“
Lesung mit Sumaya Farhat-Naser
Die Palästinenser leben in einem besetzten Land, ihr Alltag ist von geschriebenen und ungeschriebenen Regeln geprägt, von der Willkür der Besatzungsmacht Israel, von der Schwierigkeit und der Mühsal, in einem von Mauern mehr und mehr begrenzten Gebiet zu überleben.
Wie sieht der Alltag der Palästinenserinnen und Palästinenser aus? Sumaya Farhat-Naser lebt mit ihrem Mann Munîr in Birzeit, mitten in der kargen Schönheit der palästinensischen Landschaft, seit vielen Jahren setzt sie sich für eine friedliche Lösung des Konflikts im Nahen Osten ein.
Sie schildert ihren Alltag in einem Tagebuch, das von Juni 2006 bis März 2007 geschrieben wurde. Sie schreibt über ihre Familie, ihre Verwandten und deren Schicksale und berichtet über ihre Friedensarbeit in Schulen und in Frauengruppen, über Auseinandersetzungen mit Israelis an den Checkpoints, über ihre Vorträge im Ausland, aber auch beim Wiederaufbau ihres Weinbergs, bei Festen mit Angehörigen und Freunden.

Sumaya Farhat-Naser wurde 1948 in Birzeit in der Nähe der Stadt Jerusalem, in der Westbank, geboren. Sie studierte Biologie, Geografie und Erziehungswissenschaften an der Universität Hamburg (Promotion in Angewandter Botanik). Seit 1982 ist sie Professorin für Botanik und Ökologie an der Universität Birzeit.

Sie ist Mitgründerin und Mitglied zahlreicher Frauenorganisationen, unter anderem des „Women Waging Peace Global Network“ an der Harvard Universität, der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft und Initiatorin von Bildungsprogrammen für palästinensische Frauen und Jugendliche. Von 1997 bis 2000 war sie Leiterin des „Jerusalem Center For Women - The Jerusalem Link“ (Zentrum für politische Bildung und Erziehung zu Demokratie und Menschenrechten).

Bisher wurde sie mehrfach ausgezeichnet: Unter anderem erhielt sie 1989 die Ehrendoktorwürde der Theologischen Fakultät der Universität Münster für „ihr öffentliches Eintreten für die politische Aussöhnung von Palästinensern und Juden in Gerechtigkeit und Freiheit“, 1995 Bruno-Kreisky-Preis für Menschenrechte, 1997 „Mount Zion Award“ für die Versöhnung zwischen Religionen und Kulturen in Jerusalem, 2000 Augsburger Friedenspreis und zuletzt im Jahr 2003 den Bremer Solidaritätspreis.
Veranstaltungsdaten:
September bis November 2010

Veranstaltungsort:

6. September 2010; Rothenburg (Schweiz)
9. September 2010; Köniz (Schweiz)
10. September 2010; Altötting
12. September 2010; Bad Krozingen
13. September 2010; Wuppertal
14. September 2010; Solingen
10. November 2010; Herford
12. November 2010; Bülach (Schweiz)
15. November 2010; Herrenberg
16. November 2010; Augsburg
19. November 2010; Ludwigsburg
24. November 2010; Stettlen (Schweiz)
26. November 2010; Kirchenthurnen (Schweiz)
27. November 2010; Dielsdorf (Schweiz)
Weitere Infos:
Lenos-Verlag

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