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Gaza Freedom March: Für ein Ende der Blockade in Gaza
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Anlässlich des ersten Jahrestages des israelischen Krieges im Gaza-Streifen fand sich ein breites Bündnis aus verschiedenen Organisationen und Einzelpersonen, die mit dem GAZA FREEDOM MARCH die Blockade des Gaza-Streifens durchbrechen möchten. Rund 1.000 Mitstreiter aus Politik, Friedensbewegung und Hilfsorganisationen aus 41 Ländern, werden sich am 27. Dezember 2009 in Kairo treffen. Hierzu erhalten Sie im Folgenden die Presseerklärung der Organisatoren.
 Mit einem großen Freiheitsmarsch über die Grenze nach Gaza setzen Menschen unterschiedlichster Nationen ein Zeichen und fordern ein Ende der andauernden Blockade von Gaza ein, die eine eklatante Verletzung des Völkerrechts ist.
Seit mehr als drei Jahren riegelt Israel die 1.5 Millionen Bewohnern des Gazastreifens von der Außenwelt ab. Es ist den Palästinensern aus Gaza – mit wenigen Ausnahmen – nicht möglich, den Rest der besetzten palästinensischen Gebiete zu besuchen. Bereits vor dem Beginn des israelischen Angriffs letzten Jahres war die Versorgung der Bevölkerung durch die Blockade erschwert. Trotz internationalen Drucks wurden die Versorgungslieferungen immer wieder an den Grenzen zu Gaza gestoppt und erreichten zu großen Teilen nicht ihr Ziel.
Der Krieg hat das Leid der Bevölkerung um ein vielfaches vergrößert. Die Infrastruktur (Wasser, Abwasser, Stromversorgung) wurde bei der israelischen Invasion vor einem Jahr fast vollständig zerstört. In einem Bericht des United Nations Environment Programme (UNEP) vom September 2009 ist zu lesen, dass dem unterirdischen Wassersystems von Gaza – nach dem jüngsten Konflikt, aber auch durch Jahre der Übernutzung und der Verseuchung – der Kollaps bevorsteht. „Mit dem Ausbruch von Hepatitis A und parasitären Infektionen muss jederzeit gerechnet werden“, so Mahmoud Daher, von der WHO in Gaza. Viele Menschen leben in Zelten, weil Israel die Einfuhr der Materialien für den Wiederaufbau weiterhin verweigert.
Für die Bevölkerung gibt es kaum Zugang zu medizinischer Versorgung. Den Krankenhäusern fehlt es an Strom, Medikamenten und Prothesen. „Ungefähr 100 der 150 Menschen, die während der letzten Offensive Gliedmaße verloren haben, warten immer noch auf die Versorgung mit Prothesen. „schreibt das Internationale Rote Kreuz (IRK) in seinem Bericht vom Juli dieses Jahres. Den wenigen Schwerkranken, denen es erlaubt ist, für eine Behandlung außer Landes zu gehen steht eine Tortur bevor. An lebenserhaltende Apparaturen angeschlossene Patienten müssen am Grenzübergang Erez auf Tragen 60 bis 80 Meter weit zum Rettungswagen auf der israelischen Seite transportiert werden. Patienten, die noch laufen können, müssen sich eingehenden Befragungen unterziehen, die dennoch oft nicht zur Ausreise führen.
Der Nothilfekoordinator der Vereinten Nationen, Unter-Generalsekretär John Holmes hatte Gaza nach den israelischen Angriffen mit einem „riesigen Freilicht-gefängnis ohne Normalität und Menschenwürde“ verglichen. An dieser Situation hat sich bis heute nichts geändert.
Aus diesem Grund werden sich am 27. Dezember 2009 1000 Menschen aus 41 Ländern in Kairo einfinden und ihren Freiheitsmarsch Richtung Gaza antreten. Darunter werden auch deutsche, schweizerische und österreichische Teilnehmer sein. Allen vereint die Forderung nach einem Ende der Blockade und einem freien Zugang in den Gaza-Streifen sowie der Wunsch nach Frieden und Gerechtigkeit für die Menschen in der Region.
Weitere Informationen erhalten Sie auf den Seiten des Gaza Freedom March.
Quelle: Gaza Freedom March; 18. Dezember 2009 |
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18.12.2009
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