Erstmals überhaupt präsentiert der Weihnachtsmarkt „Weihnachtszauber“ am Gendarmenmarkt in Berlin Baumschmuck aus dem Nahen Osten: An der Zillertaler Tanne hängen seit heute Olivenholzsterne aus Palästina. Zudem werden an einem eigenen Stand (Nr. 23) direkt unter dem Baum Handwerksprodukte u. a. aus Bethlehem, Hebron, Beit Sahour und Gaza, wie mund geblasenes Glas, Olivenöl, Seife, Keramik und kleine von Hand bestickte Weihnachtsbaumanhänger und Hocker (Tatreez: Kreuz-Stich-Stickerei) verkauft. Quelle: Generaldelegation Palästinas
Die deutsche Wirtschaft will unabhängig von staatlichen Förderprogrammen einen eigenen Beitrag zur Stabilisierung des Nahen Ostens leisten, weiß Silke Mertins (Jerusalem) in ihrem folgenden Bericht: Quelle: Financial Times Deutschland 21. November 2007
„Darf ich mitkommen…. Mama abholen?“ Das war die letzte Frage, die Aysha an die BBC-Reporterin Hadeel Wahdan gerichtet hat. Zuvor hatte die Reporterin der kleinen Aysha viele Fragen über ihre Mutter gestellt, was in dem kleinen Mädchen wiederum den Eindruck erweckte, dass die Fragenstellerin ihre Mutter kennt. Diese, Atef Elayan, ist im israelischen Telmond Gefängnis, wo Aysha in Gefangenschaft geboren und erst drei Jahre später entlassen wurde: Quelle: BBC Arabic News/eigene Übersetzung 19. November 2007
Vor drei Jahren verstarb der ehemalige Präsident Yassir Arafat. Anlässlich seines Todestages dokumentieren wir im Folgenden seine Errungenschaften und Verdienste für das palästinensische Volk. Quelle: Generaldelegation Palästinas; 09. November 2007
Im Folgenden dokumentieren wir den vom Premierminister Dr. Salam Fayyad ausgearbeiteten Sicherheitsplan, den er in einem von der Tageszeitung Al-Ayyam geführten Interview vorstellte. Quelle: Generaldelegation Palästinas; 13. November 2007
In Kriegen und Konflikten sind Kinder die Leidtragenden und ihre jungen Seelen erfahren oftmals Grausames. Johannes Honsell berichtet über die Seele eines jungen Palästinensers, der im Jahr 2002 im Flüchtlingslager Jenin das Leid des Krieges erfuhr. Quelle: Süddeutsche Zeitung; 08. November 2007
Im Folgenden skizziert der Generaldelegierte Palästinas, Hael Al-Fahoum, die palästinensischen Erwartungen an die, für November geplante Nahost-Konferenz in Annapolis. Quelle: Generaldelegation Palästinas; 24. Oktober 2007
Seit Sonntag weilt US-Außenministerin Rice auf ihrem siebten Nahost-Besuch in der Region. In Gesprächen mit Israelis und Palästinensern versucht sie, die von US-Präsident Bush initiierte Nahost-Konferenz im November in Annapolis voranzutreiben; zudem treffen sich Arbeitsgruppen beider Seiten regelmäßig. Allerdings stehen noch immer weder Teilnehmerkreis noch Termin für die Konferenz fest. Auch gab es bisher noch keine Einigung über die Streitpunkte, wie Inhalt und Verbindlichkeit einer geplanten Erklärung sowie einen Zeithorizont für Friedensverhandlungen. Eine der Kernpunkte betrifft die Stadt Jerusalem. Offiziell wurde nun von israelischer Seite über ihre Teilung gesprochen, die inoffizielle Politik sieht jedoch ganz anders aus, weiß Wiebke Eden-Fleig: Quelle: Die Zeit 12. Oktober 2007
"Die palästinensische Minderheit in Israel hat eine niedrigere Lebenserwartung als die jüdische Mehrheit, sie ist häufiger krank und hat weniger Zugang zum Gesundheitssystem, aber auch zu gesundheitsfördernder Infrastruktur, also Kanalisation, Wasser, Elektrizität und Straßen", berichtet Shulamit Avni von den ,Ärzten für Menschenrechte’ in einem Interview mit der Zeitschrift Challenge am 18. Juli 2007. Einer der Hauptindikatoren hierfür ist die hohe Kindersterblichkeit unter arabischen Israelis: Quelle: Neue Rheinische Zeitung 10. Oktober 2007
Ende September veröffentlichten die Vereinten Nationen einen neuen Menschenrechtsbericht über die humanitäre Situation in den besetzten palästinensischen Gebieten in dem Zeitraum von Juli bis August 2007. Die in dem Bericht festgehaltenen israelischen Angriffe sind eine Gesamtbündelung von verschiedenen Menschenrechtsinstitutionen der Vereinten Nationen protokollierten Ergebnisse. Quelle: Vereinte Nationen; 28. September 2007; Eigene Übersetzung
Im Folgenden dokumentieren wir Auszüge der Rede des Präsidenten Mahmoud Abbas vor der VN-Generalversammlung in New York am 28. September 2007. Quelle: Al-Sabah; 01. Oktober 2007; Eigene Übersetzung
Am frühen Dienstagmorgen verstarb Dr. Haider Abdel-Shafi im Alter von 88 Jahren. Das palästinensische Volk verliert mit ihm einen hervorragenden und glühenden Politiker, der sich sein gesamtes Leben lang für die verbrieften Rechte des palästinensischen Volkes einsetzte.
In Gedenken an ihn, dokumentiert die Generaldelegation Palästinas im Folgenden seinen Lebensweg. Quelle: Generaldelegation Palästinas; 25. September 2007
17 000 Menschen, sie leben seit fast 60 Jahren hier: die Palästinenser im Lager von Beddawi im Libanon. Nun sind doppelt so viele hinzugekommen, denn in der Nachbarschaft, im Flüchtlingslager Nahr al-Bared, gab es eine dreimonatige Schlacht. Gabriela M. Keller berichtet aus dem Lager über die Bemühungen der Menschen, der unmenschlichen Lage Herr zu werden: Quelle: Der Tagesspiegel 20. September 2007
An diesem Wochenende jährt sich das Massaker in den palästinensischen Flüchtlingslagern von Sabra und Shatila im Libanon zum 25. Mal. Innerhalb von nur drei Tagen starben über 3.000 Männer, Frauen, Kinder und alte Menschen. Mit Hilfe von Presseberichten, israelischen Dokumenten und anderen Quellen zeichnet Noam Chomsky, Prof. am Massachsetts Institute of Technology, Linguist und politischer Aktivist, in seinem Buch das Massaker nach, das christliche Milizen vom 16. bis 18. September 1982 unter den Augen des israelischen Militärs verübten: Quelle: Textauszug Noam Chomsky "Offene Wunde Nahost"
Nach Jahren des zivilen gewaltfreien Widerstandes von Palästinensern, Israelis sowie internationalen Friedensaktivisten bezüglich des Verlaufs der Apartheids-Mauer bei dem in der Westbank gelegenen Dorf Bil'in, ließ das israelische Höchste Gericht nun die Route ändern. Im Folgenden dokumentieren wir eine gekürzte Fassung von Uri Avnerey, Gründer der Bewegung Gush Shalom. Quelle: ZMag; 08. September 2007
In einem Seminar haben Palästinenser, Israelis und Deutsche trainiert, sich friedlich mit dem Nahostkonflikt auseinanderzusetzen - sechs sprechen darüber: Quelle: TAZ 07. September 2007
Am vergangenen Freitag/Samstag fand in Köln das 2. Symposion der Deutschen Initiative für den Nahen Osten (DINO) unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters der Stadt Köln, Fritz Schramma, statt. Unter dem Motto "DINO - Wege zum Frieden" hat die Initiative zusammen mit ihren Mitgliedern, Gästen und ausgewählten Referenten eine aktuelle Bestandsaufnahme des Friedensprozesses im Nahen Osten vorgenommen und einen Ausblick gewagt. Ebenso stand das Schicksal der betroffenen Menschen in der Region im Mittelpunkt der Tagung. Im Folgenden dokumentieren wir den Redebeitrag von Herrn Abdallah Frangi, Außenpolitischer Sprecher und Leiter der Außenpolitischen Abteilung der Fatah, in Vertretung von Präsident Abbas: Quelle: Abdallah Frangi 01. September 2007
Die beiden Journalisten Susanne Knaul und Christian Ultsch sprachen mit Präsident Mahmoud Abbas über die derzeitige politische Situation in Palästina, über die Zukunftsaussichten sowie über die im November geplante internationale Nahost-Konferenz. Quelle: Die Presse; 05. September 2007
Das Uno-Hilfswerk für Palästina-Flüchtlinge hat zum ersten Mal Sommeraktivitäten für Kinder im Gaza-Streifen durchgeführt. Das vielfältige Programm bietet den Kindern Freiräume der Entspannung und des Vergnügens, ohne politische und religiöse Unterweisung: Quelle: Neue Zürcher Zeitung 31. August 2007
Die israelische Erziehungsministerin Yuli Tamir hat die Verwendung eines Lehrbuchs an arabischen Schulen gestattet, in dem erstmals der Unabhängigkeitskrieg Israels von 1948 als "Nakba" (dt. Katastrophe) bezeichnet wird. Diese Ankündigung löste eine heftige Kontroverse unter den Politikern des Landes aus, bis hin zu Rücktrittsforderungen an die Ministerin. Tatsächlich ist der arabische Schulsektor nicht autonom, sondern wird vom Erziehungsministerium bestimmt, jedoch kaum unter Einbindung von arabischen Pädagogen. Die arabische Bevölkerung, die 20% in Israel ausmacht, lernt in Bildungseinrichtungen mehr über jüdische Religion und Geschichte als ihre jüdischen Schulkollegen, die kaum etwas über ihre arabischen Mitbürger erfahren.
Einem Bericht der „Jerusalem Post“ zufolge findet das Wort „Nakba“ genau ein Mal im umstrittenen Lehrbuch Erwähnung – auf Seite 134 und schildert, dass der israelische Unabhängigkeitskrieg zu Vertreibung und Flucht der Palästinenser führte: Quelle: TAZ 14. August 2007
Am vergangenen Sonntag kündigte erneut ein israelischer Regierungssprecher in Jerusalem den Abbau von Checkpoints im Westjordanland an. Bisher wurden die in der Vergangenheit gemachten Zusagen nicht eingehalten oder nach kurzer Zeit wieder zurückgenommen. Aller Abkommen und Vereinbarungen zum Trotz wachsen die Siedlungen auf palästinensischem Land in kontinuierlicher Art und Weise, damit schwindet die Lebensgrundlage vieler Familien, weiß Torten Teichmann: Quelle: ARD 13. August 2007
Seit mehr als 60 Jahren lebt das kleine Dorf Ein Houd ohne Elektrizität. Nach Jahren unerbittlicher Kämpfe um seine Rechte, erhielt nun in diesen Tagen der Palästinenser Mohamed Abu al-Haija als erster Einwohner der Ortschaft einen Stromanschluss. Quelle: IRIN-News; 07. August 2007: Eigene Übersetzung
Weit mehr als 11.000 Palästinenser sind noch immer in israelischer Haft. Nach Angaben der palästinensischen Nachrichtenagentur Ma’an vom 26. Juli unter Berufung auf das palästinensische Zentrum für Familienstudien sind darunter 300, die jünger als 18 Jahre alt sind. 14 von ihnen sind weiblich. Die „großzügige Geste“ von Ministerpräsident Olmert, am 20. Juli 255 Gefangene freizulassen, betracht die Autorin Amira Hass „bestenfalls als die geringfügige Reparatur einer substantiellen Rechtsbeugung“, nämlich das israelische Projekt der Besatzung und Kolonisierung aufrechtzuerhalten. Quelle: Freitag 27. Juli 2007
Israel ist der viertgrößte Waffenexporteur weltweit, schreibt Naomi Klein in ihrem Artikel für die Wochenzeitung „The Nation“. Die Palästinenser leben nicht nur in einem Freiluftgefängnis, sie seien auch noch die Versuchskaninchen für die „schrecklichen Geräte unseres Sicherheitsstaates“, zeigt sich die Autorin entsetzt. Erzielt doch Israel mit Sicherheitstechnik das größte Wachstum. "Die wichtigsten Produkte sind die High-tech-Sicherheitszäune, unbemannte Flugkörper, biometrische Identitätskarten, Video- und Audio-Überwachungsapparate, Systeme um Flugpassagiere und Gefangenenverhöre zu kontrollieren - genau all die Apparate und Technologien, die Israel anwendet, um die besetzten Gebiete abzusperren." Quelle: The Nation 02. Juli 2007
Mahmoud Darwish gilt als bedeutendster Poet der arabischen Welt und als palästinensischer Nationaldichter. Der 66-Jährige wurde in einem Dorf bei Akko im heutigen Nordisrael geboren; siebenjährig, im ersten israelisch-arabischen Krieg, floh er mit den Eltern in den Libanon und kehrte ein Jahr später in sein zerstörtes Heimatdorf Birweh zurück. Darwish erhielt den Status eines "internen Flüchtlings" oder "anwesenden Fremden". Dieser Status wurde dem Lyriker zum poetischen Programm. Weder die kommunistische Partei noch die PLO, deren Kulturchef er bis zum Oslo-Prozess 1993 war, wurden ihm zur Heimat, auch nicht Haifa, Moskau, Kairo, Beirut, Tunis oder Paris, wo er einige Jahre verbrachte, und auch nicht Ramallah und Amman, wo er heute lebt. Mahmoud Darwisch schuf sich eine "Heimat aus Worten". Am Donnerstagabend kamen 1.500 Menschen in das Auditorium von Haifa zu seiner ersten großen öffentlichen Lesung, seit er 1970 ins Exil ging. In Israel wurde der Abend als Rückkehr Darwish’s nach über 35 Jahren Exil gefeiert: Quelle: Berliner Zeitung 21./22. Juli 2007
In 40 Jahren Besatzung befinden sich fast kontinuierlich 10.000 Palästinenser, darunter Frauen und Kinder, in israelischen Gefängnissen. In seiner Anordnung, dass die Anwendung von Folter verboten sei, schrieb der Oberste Gerichtshof Israels: Ein vernünftiges Verhör ist unbedingt frei von Folter, frei von grausamer, unmenschlicher Behandlung gegenüber dem Verhörenden und ohne demütigende Behandlung. Die Realität sieht für die palästinensischen Gefangenen ganz anders aus, weis auch Amira Hass: und das Verhör ist nur der Anfang psychischer und physischer Leiden… Quelle: Ha'aretz 06. Dezember 2006
Seit Mai 2006 sind die 75.000 Bewohner von Abu Dis und anderen arabischen Dörfern bei Jerusalem durch die Mauer von der Stadt abgeschnitten. Bis dahin hatte es hier und dort Durchgänge gegeben, doch im April 2006 wurden auch diese von der israelischen Besatzungsarmee geschlossen. Anlass waren ein Anschlag in Tel Aviv sowie die wenig später ergangene Entscheidung des Obersten Gerichts, die Fertigstellung des sog. Jerusalem Envelope zu gestatten. Seitdem können viele Palästinenser ihre Familien nicht mehr ernähren: Quelle: Neue Rheinische Zeitung 10. Juli 2007
Mehr als 100.000 Palästinenser leben in „nicht anerkannten“ Wohnsiedlungen in Israel. Der Staat erlaubt sich, sie so zu bezeichnen und auch zu behandeln: Die Menschen leben isoliert, sind nicht an die staatliche Versorgung mit Wasser und Elektrizität angebunden; Schulen und Krankenhäuser gibt es nicht. In ihrem Beitrag erklärt Dr. Viktoria Waltz den Terminus „nicht anerkannt“, der längst zum israelischen Planungsvokabular gehört und einzig und allein der ethnischen Beraubung, Verdrängung und Verelendung dient: Quelle: www.dpg-netz.de
Eine 31-jährige Palästinenserin aus Jabalia, im nördlichen Gaza-Streifen gelegen, starb heute am Grenzübergang Rafah nachdem sich ihr Gesundheitszustand dramatisch verschlechtert hatte. Gemeinsam mit 5.000 weiteren Palästinensern harrte sie seit 20 Tagen an der Grenze aus, um in den Gaza-Streifen einreisen zu können. In extremer Hitze, ohne medizinische Versorgung, Nahrung und Unterkunft spielt sich, so mahnt auch die Vize-Präsidentin des Europaparlaments, Luisa Morgantini, eine „beschämende Tragödie“ ab: Quelle: MIFTAH 28. Juni 2007
Der Nahost-Beauftragte der SPD-Bundestagsfraktion und Mitglied des Auswärtigen Ausschusses, Dr. Rolf Mützenich, hält sich seit Sonntag zu einem dreitägigen Besuch in Israel und den palästinensischen Gebieten auf. Er hat nach eigenen Angaben einen guten Eindruck von Ministerpräsident Dr. Salam Fayyad der neuen Notstandsregierung gewonnen. Dieser habe eine Vorstellung davon, wie die Situation im Gaza-Streifen mit Hilfe der internationalen Gemeinschaft stabilisiert werden könne. Zugleich zeigte sich Mützenich zuversichtlich, dass sich die Hamas im Westjordanland nicht wie im Gazastreifen gegen die Fatah durchsetzen werden könne: Quelle: Deutschlandfunk 26. Juni 2007
Das Studentenleben in Birzeit nahe Ramallah ist alles andere als normal. Wer auf den Campus will, muss jeden Tag erst an israelischen Checkpoints vorbei. An der Uni studieren viele Frauen, mal verschleiert, mal westlich gekleidet aber viele brechen das Studium ab. Über das Studentenleben berichtet im Folgenden Florian Grosser. Quelle: Spiegel online; 26. Juni 2007
Im Folgenden dokumentieren wird die Rede des Präsidenten Mahmoud Abbas, die er am 20. Juni 2007 vor dem Zentralrat der PLO in Ramallah gehalten hat. Quelle: 22.Juni 2007; Eigene Übersetzung
Der Präsident des Europäischen Parlaments, Hans-Gert Pöttering, hat vom 27. bis 31. Mai den Nahen Osten besucht und hochrangige politische Gespräche u.a. mit Präsident Mahmoud Abbas geführt. Des Weiteren informierte er sich über die Situation sowohl im Flüchtlingslager Qalandia (UNRWA Projekt) als auch an der Mauer in Bethlehem - unter Führung des UN Office for Coordination and Humanitarian Assistance (OCHA). Im Folgenden dokumentieren wir seine Rede, die er heute zur aktuellen Lage in Palästina im Plenum des Europäischen Parlaments hielt: Quelle: www.europarl.europa.eu/president/defaultde.htm
Unter dem Vorwand seiner Sicherheitsinteressen tötet Israel Palästinenser, einschließlich unbeteiligter Zivilisten, annektiert Land, baut Siedlungen und die Mauer, bringt jedweden wirtschaftlichen Aufschwung in Palästina sofort zum Erliegen. Einen Partner für Friedensverhandlungen gibt es schon lange - doch, so Dr. Mustafa Barghouti, müssen Sicherheitsinteressen für alle Beteiligten gewahrt sein: Quelle: Harald Tribune/Eigene Übersetzung 08. Juni 2007
Im Folgenden dokumentieren wir Auszüge aus der Ansprache des Präsidenten Mahmoud Abbas anlässlich der seit 40 Jahren andauernden Besatzung Palästinas. Quelle: Büro des Präsidenten; 05. Juni 2007; Eigene Übersetzung
40 Jahre nach dem Sechs-Tage-Krieg liegt die palästinensische Wirtschaft noch immer am Boden. Dabei ist die Arbeitsmoral hoch und die Infrastruktur gut ausgebaut. Terror und Gegengewalt sind schlecht fürs Geschäft und so wandern Unternehmen reihenweise ab – bis auf einige unverbesserliche Optimisten. Pierre Heumann zieht am Beispiel der Firma Coca-Cola eine bittere Billanz: Quelle: Handelsblatt 05. Juni 2007
Ihren Lebensunterhalt als Fischer können die im Gaza-Streifen lebenden Palästinenser kaum nachkommen: Ihre Boote werden beschossen, sie werden verhaftet oder dürfen tagelang nicht auf das Meer herausfahren. Mohammed Omer berichtet im Folgenden detailliert über die Notlage der palästinensischen Fischer. Quelle: Junge Welt; 31. Mai 2007
Mit den Bildern aus dem seit einer Woche umkämpften Lager Nahr al-Barid rückten die palästinensischen Flüchtlinge im Libanon wieder in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Über die katastrophale Lebensituation der Menschen in den 12 Lagern, einschließlich ihrer rechtlichen, sozialen und wirtschaftlichen Diskrimination, wissen die aller Wenigsten jedoch etwas. Die Journalistin Andrea Nüsse berichtet über das seit Jahrzehnten und nicht nur den Libanon betreffende ungelöste Flüchtlingsproblem: Quelle: Der Tagesspiegel 26. Mai 2007
Im Juni 2007 jährt sich zum 40. Mal die israelische Besatzung von der Westbank, dem Gaza-Streifen, der Stadt Ost-Jerusalem und den syrischen Golanhöhen. Unter dem Motto "The World says NO to Israeli Occupation!" protestieren am 9. und 10. Juni in Palästina sowie weltweit die Menschen gegen die anhaltende israelische Besatzung, gegen Entrechtung, Landraub und Vertreibung. Im Folgenden finden Sie alle Veranstaltungstermine zum Jahrestag in der Bundesrepublik Deutschland sowie im deutschsprachigen Ausland: Quelle: Generaldelegation Palästinas
Seit Sonntag bekämpft die libanesische Armee mittels heftigem Artilleriebeschuss die radikale Gruppe Fatah al-Islam im Flüchtlingslager Nahr al-Barid. Die Lage für die eingeschlossene palästinensische Bevölkerung spitzt sich weiter zu: Ohne Strom und Wasser, Lebensmittel und Medikamente den dritten Tag in Folge, 17 getöteten palästinensischen Zivilisten versuchen viele in ihrer Not das Lager in Richtung des benachbarten Lagers Baddawi zu verlassen: Quelle: Aachener Nachrichten/Net-Tribune 23. Mai 2007
Heute, am 15. Mai 2007, jährt sich die nakba – der Tag der palästinensischen Katastrophe – zum 59. Mal. Vor 59 Jahren wurde ein Großteil der Palästinenser aus ihrem ursprünglichen Heimatland vertrieben; heute leben sie in Flüchtlingslagern, in der Diaspora sowie unter der grausamen und unmenschlichen Besatzungspolitik Israels in der Westbank, im Gaza-Streifen und in Ost-Jerusalem.
In Gedenken an die Opfer der nakba dokumentieren wir im Folgenden einen Bericht des palästinensischen Statistikamtes, der über die Situation in den besetzten Gebieten handelt. Quelle: Palästinensisches Statistikamt; 14. Mai 2007; Eigene Übersetzung
Der 1936 geborene palästinensische Journalist und Schriftsteller Ghassan Kanafani fiel einen Tag vor seinem 36. Geburtstag einem Attentat zum Opfer. Das uvre, welches er hinterliess, ist schmal, bleibt aber für das Schicksal seines Volks von nachhaltiger Bedeutung. Quelle: Neue Zürcher Zeitung; 12. Mai 2007
Wie Mehltau liegt der politische Konflikt über der Kunst- und Kulturszene in Palästina. Seine Beobachtungen in Ramallah teilt Sebastian Blottner mit: Quelle: Freitag 11. Mai 2007
In Bardala, einem kleinen Dorf im Nordzipfel des Jordantales, hat die Besatzungsmacht mit einem Schlag weitere 23,8 ha palästinensischen Acker- und Weidelands zwangsenteignet. Unter dem Vorwand, die Sicherheitszone entlang der Apartheidmauer verbreitern zu müssen, entzieht sie den Palästinensern Stück für Stück ihren Lebensraum. Quelle: The Palestinian Anti-Apartheid Wall Campaign 07. Mai 2007
Die palästinensische Künstlerin Suzan Hijab verarbeitet die Herausforderungen der eigenen Existenz in der Auseinandersetzung mit den Prägungen palästinensisch-islamischer und europäischer Tradition. In ihrer Stellung zwischen Integration in die europäische Lebens- und Kunstwelt auf der einen Seite und der unvermeidlichen Teilnahme an der palästinensischen Geschichte andererseits hat sie mit großer Vielfalt und künstlerischer Breite ein beachtenswertes Werk geschaffen, von dem eine Solo-Ausstellung in Frankfurt am Main einen kleinen Querschnitt zeigt: Quelle: Frankfurter Rundschau 03. Mai 2007
Offizielle Zahlen besagen, dass 18.000 Palästinenser in israelischen Fabriken und Siedlungen in der Westbank arbeiten. Die Dunkelziffer liegt jedoch um ein Vielfaches höher. Die skandalöse palästinensische Billiglohnarbeit ist geprägt von juristischem Chaos, unsicherer Rechtslage und eingeschüchterten Arbeitern sowie der ständigen Angst, bei Krankheit, Unpünktlichkeit und Verletzungen am Arbeitsplatz, sofort gekündigt zu werden, berichtet Simone Kurkos in ihrem Artikel für die Zeitung „Ha’aretz“: Quelle: Ha'aretz 18. April 2007
Israelische Siedler vertreiben schon seit langer Zeit arabische Fellachen (arab „fallah“ dt. „Pflüger“), die in den Bergen im südlichen Westjordanland leben - die Armee lässt es geschehen. Wir dokumentieren einen Bericht in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, über die wenig bekannten Bewohner Palästinas, die noch heute vom Ackerbau leben: Quelle: FAZ 18. April 2007
Seit dem ersten Gefangenenaustausch am 17. April 1974 gedenken Palästinenser und Palästinenserinnen am 17. April jedes Jahr der Gefangenen. An diesem „Tag der palästinensischen Gefangenen“ erinnert die palästinensische Bevölkerung an das Schicksal der unzählig Inhaftierten Männer, Frauen und Kinder, die sich bis heute in israelischen Gefängnissen befinden. Quelle: PCBS und PPS
Das Projekt „Westöstlicherdiwan. Literarische Begegnungen“ ermöglicht neue Formen des interkulturellen Austausches von jeweils zwei Schriftstellern. Ein deutscher Autor trifft einen Kollegen in arabischen Ländern, dieser erwidert den Besuch. Bei beiden Begegnungen lernen sie sich in ihrem Umfeld kennen, reisen durch das Land, halten gemeinsame Lesungen und schreiben über die Literatur und die Welt des anderen – jeder in seiner Sprache. Der 39-jährige Berliner Dramatiker reiste für zehn Tage im April nach Palästina und traf dort auf seine palästinensische Kollegin Adania Shibli. Ein Reisebericht: Quelle: Der Tagesspiegel 15. April 2007
Vor fünf Jahren hat die israelische Armee das Flüchtlingslager der Stadt Jenin im Westjordanland in mehrtägigen Kämpfen erobert und teilweise zerstört. An die Stelle der Trümmerhaufen sind neue Häuser getreten, doch die Erinnerung an die Schrecken der Kämpfe und die Frustration über die Besetzung sind geblieben: Quelle: Neue Züricher Zeitung 12. April 2007
Vor etwa zwei Wochen brach an einem Klärbecken im nördlichen Gazastreifen ein Erdwall. Das 3000-Einwohner-Dorf Umm Nasser wurde von einer Flutwelle aus Schlamm und Abwasser überschwemmt. Fünf Menschen starben. Der »Abwasser-Tsunami« ist ein weiteres Indiz für das Elend in den besetzten Gebieten. Nach Ansicht von Andrea Bistrich ist der Westen, und dabei hauptsächlich die EU, für dieses Elend mitverantwortlich. Quelle: Junge Welt 12. April 2007
In Partnerschaft mit dem Riwaq Centre for Architectural Conservation in Ramallah bereitet ArtSchool Palestine eine von Charles Esche und Vasif Kortun kuratierte internationale Kunstausstellung vor. Sie wird Teil der 2. Riwaq-Biennale für Architektur, Kunst und Design sein, die am 20. Oktober 2007 an verschiedenen Orten Palästinas eröffnet werden soll. Wir stellen die vor zwei Jahren gegründete ArtSchool Palestine vor: Quelle: Universes in Universe/Nafas
Vom 10. – 17.04.2007 wollen die Gospelsterne vor allem Familien und jungen Menschen Bethlehems zeigen, dass sie auf der anderen Seite der Mauer nicht vergessen sind. „Wer Herzen bewegt, bewegt die Welt“, unter diesem Motto möchte der Chor in den tristen Alltag der Menschen ein Zeichen christlicher Hoffnung setzen. Wir stellen den Chor vor: Quelle:
Anlässlich des heutigen "Tag des Bodens" dokumentieren wir im Folgenden eine Erklärung der Palestinian Anti-Apartheid Wall Campaign: "Nein zum Verzicht auf unsere Rechte! Wir fordern unsere Freiheit und unser Land!" Quelle: Stopthewall 30. März 2007
Während sich die Koalitionsregierung aus Fatah und Hamas stabilisiert, wird die Regierung Olmert nach Meinung des israelischen Friedensaktivisten und Gründers von "Gush Shalom", Uri Avnery, immer schwächer. In einem heute im "Freitag" veröffentlichten Artikel erläutert er, warum die neue Einheitsregierung ein Segen für die Menschen ist:
Dr. Khouloud Daibes ist Architektin, Denkmalpflegerin und Stadtplanerin. Sie hat in Hannover Architektur studiert und leitet seit sechs Jahren das "Zentrum für die Erhaltung des kulturhistorischen Erbes in Bethlehem" (Center for cultural heritage preservation). Mitte März wurde sie als Ministerin für Tourismus und Archäologie in das Kabinett der neuen palästinensischen Autonomieregierung berufen. Quelle: Quantara 21. März 2007
Die Korrespondentin Susanne Knaul berichtet im Folgenden über die palästinensische Wirtschaft mit Fokus auf den Export palästinensischer Agrarprodukte. Die Ausfuhr palästinensischer Produkte erfolgt lediglich über den Grenzübergang Karni, den Israel jedoch selten öffnet und somit einen Wirtschaftsaufschwung in Palästina gezielt verhindert: Quelle: TAZ 23. März 2007
Als das „ungebremste Aufeinander prallen von Geschichte und Gegenwart“ beschreiben die Vertreter der Deutschen Bischofskonferenz die Eindrücke ihrer Reise durch Palästina. Über diese sowie über neue Erfahrungen und über neue Erkenntnisse der Bischöfe berichtet der Journalist Joachim Frank im folgenden Artikel: Quelle: Kölner Stadtanzeiger
Als das „Tor zur Welt“ wurde der Grenzübergang Rafah bezeichnet. Er galt als Hoffnungsschimmer und Hoffnungsträger für florierende Wirtschaft, Tourismus und Wohlstand. Doch diese Hoffnungen wurden enttäuscht und der Gaza-Streifen bleibt für die Palästinenser ein einziges großes Gefängnis wie Clemens Verenkotte im Folgenden aufzeigt: Quelle: Tagesschau 03. März 2007
Bei einer Pilgerreise ins Heilige Land (26. Februar -04. März) will der Ständige Rat der Deutschen Bischofskonferenz Israelis und Palästinenser zur Versöhnung mahnen. Zuvorderst gehe es den Vertretern aus den 27 deutschen Diözesen, die erstmals zusammen ins Heilige Land reisen, aber um den Besuch der biblischen Stätten, betonte Karl Kardinal Lehmann, Vorsitzender der Bischofskonferenz. Welches Zeichen er mit dieser besonders großen Reisedelegation setzen will, erläutert er in einem Interview im Deutschlandfunk: Quelle: Deutschlandfunk/Gekürzte Fassung 26. Februar 2007
Auf Initiative der saudischen Majestät, König Abdullah Ben Abdul Aziz, unterzeichnete zum Wochenende Fatah und Hamas ein gemeinsames Abkommen in Mekka. Im Folgenden werden die einzelnen Punkte der Vereinbarung dokumentiert. Quelle: Al-Ayyam: Eigene Übersetzung: 09. Februar 2007
Die Fischerei dient für die Palästinenser in Gaza als eine der wichtigsten Lebensgrundlage, doch ihren Beruf können die Fischer kaum noch ausüben. Jon Elmer berichtet aus Gaza-Stadt über Israels Politik der Zerstörung dieser Lebensgrundlage der Palästinenser. Quelle: Junge Welt; 17. Februar 2007
Als Erzbischof des orthodoxen Patriarchats von Jerusalem ist Theodosius für orthodoxe Christen in fünf Staaten zuständig – doch als erster Palästinenser in diesem Amt fühlt er sich nicht zuletzt diesem Volk ohne Staat verpflichtet. Quelle: Dr. Daniel Alexander Schacht; Hannoversche Allgemeine Zeitung; 07. Februar 2007
Etwa 1,4 Millionen Menschen - zumeist Kinder - leben zusammengepfercht in einer der am dichtesten bewohnten Regionen der Erde. Sie leben ohne Bewegungsfreiheit, ohne Spielplätze, ohne einen Ort, um sich zu verbergen und Schutz zu finden", schrieben im Oktober 2006 der damalige schwedische Außenminister Jan Eliasson und der ranghohe UN-Beamte Jan Egeland für den Pariser Figaro. Sie schilderten Menschen im Käfig, die weder vom Land noch vom Meer noch aus der Luft zu erreichen sind. Die nicht regelmäßig mit Strom versorgt werden und nur wenig Wasser haben, gequält sind von Hunger, Krankheit und den Angriffen israelischer Flugzeuge, zeigt sich John Pilger in der Zeitung „Freitag“ entsetzt: Quelle: Freitag 02. Februar 2007
Die Welt schaut einfach nur zu und handelt nicht – zu diesem traurigen Resultat kommt John Pilger, preisgekrönter australischer Journalist, Buchautor und Dokumentarfilmer bei seinem Besuch im Gaza-Streifen. Eingebettet in den politischen Kontext schildert Pilger im Folgenden die unerträgliche humanitäre Situation für die gesamte palästinensische Bevölkerung: Quelle: Junge Welt 24. Januar 2007
„Was mir Energie verleiht, ist meine Wut.” Amira Hass, Tochter von Holocaustüberlebenden, wohnt als einzige israelische Journalistin in den besetzten palästinensischen Gebieten, heute in Ramallah. Von dort schreibt sie für die israelische Tageszeitung „Ha´aretz”. Im Münchner Beck-Verlag ist jetzt ihr Buch „Morgen wird alles schlimmer” erschienen, das ihre vielfältigen Erlebnisse enthält - mit Kindern im Westjordanland, mit israelischen Soldaten, mit „gemischten” Paaren, mit Fatah-Kämpfern. Die preisgekrönte Journalistin, die gewöhnlich Interviews ablehnt, war in Jerusalem zu einem Gespräch bereit: Quelle: Merkur Online 11. Januar 2007
Die Vertreibung der Palästinenser aus Ost-Jerusalem steht seit der Besatzung der Stadt auf der israelischen politischen Agenda. Häuserzerstörungen sowie verweigerte Baugenehmigungen für palästinensische Familien sind an der Tagesordnung. Die schweizerische Tageszeitung Neue Zürcher zeigt die Vertreibung anhand eines Einzelschicksals detailliert im folgenden Artikel auf. Quelle: Neue Zürcher Zeitung Ende Dezember 2006
Kalt ist es im Kibbuz Ramat-Rahel. Blass-grauer Dunst begleitet die Dezember-Dämmerung. Nur schemenhaft erkennbar, und doch ganz nah erscheint Jerusalem mit seinen Synagogen, seinen Moscheen. Nicht mehr als fünf Kilometer ist die Heilige Stadt entfernt, um die sich alle Weltpolitik dreht. Doch hier im hochgelegenen Dorf dreht sich alles um den Fußball - und um ein ungewöhnliches Team: Junge Israelis und Palästinenser, die sich nicht bekämpfen, sondern zusammen um das runde Leder kämpfen - organisiert von der Organisation "Peres Center for Peace". Quelle: ZDF 01. Januar 2007