Hinter dem Ausgraben des Olivenhains von Zeita steht eine grossangelegte Plünderungs-Kampagne. Quelle: Erschienen in der israelischen Zeitung 7 Days
Meron Rapaport und Oren Meiri
Drohung mit Konsequenzen bei einer Wiederwahl Arafats. Die amerikanische Regierung hat bekräftigt, dass sie sich nur für einen unabhängigen Palästinenserstaat einsetzen will, wenn eine neue Führung an die Spitze der Autonomiebehörde gelangt. Ein amerikanischer Emissär soll am Dienstag in Europa Gespräche über Reformen der palästinensischen Verwaltung aufnehmen. Quelle: A. R. Washington, Neue Zürcher Zeitung, Ressort Ausland
Zufällig hörte ich die Rede des Präsidenten Bush in Kopenhagen. Dies erinnerte mich gleich an die berühmteste Geschichte, die in dieser Stadt geschrieben wurde: Des Kaisers neue Kleider". Quelle: Uri Avnery (Träger des Alternativen Friedensnobelpreises)
Aus dem Englischen übersetzt: Ellen Rohlfs
Abkehr Washingtons vom Osloer Friedensprozess
Arafats Palästinenserführung steht einem Frontalangriff von zwei Seiten gegenüber, seit Washington offen auf Israels Politik der Abschaffung des Autonomieregimes eingeschwenkt ist. Arabische Pressestimmen kritisieren Bushs Nahostinitiative und suggerieren eine Einheitsfront unter der Fahne des Friedensplans von Kronprinz Abdullah. Quelle: vk. Limassol, Neue Zürcher Zeitung, Ressort Ausland
Nur sehr wenige Israelis - oder auch gar keine - können begreifen, was es heißt, 10 Tage lang unter einer allumfassenden Ausgangssperre zu leben - eingesperrt mit den Kindern in einem übervölkerten Haus, meistens noch ohne Klimaanlage, ohne Computer bzw. Spiele, höchstens noch ein halbkaputter Fernseher. Quelle: Gideon Levy
Ha'aretz / ZNet
Ich bin orthodoxer Jude u. arbeite als Strafverteidiger in Tel Aviv. Zudem bin ich Panzergrenadier - der Reserve -, und ich gehöre zu jenen 1000 (israelischen) Soldaten, die sich geweigert haben, Dienst in den 'Besetzten Gebieten' zu tun. Viele, die zu unserer Gruppe gehören, saßen während der letzten Monate in Militärgefängnissen ein. Präsident Bush hat uns nun also mit seinem neuen Nahost-'Plan' beglückt - und wir fragen uns, wie lange es wohl dauern wird, bis er begreift, wie nutz- und bedeutungslos dieser Plan ist. Quelle: Shamai Leibowitz
ZNet
Übersetzt von: Andrea Noll
Hätte der Nahostkonflikt bewältigt werden können?
Vor fast zwei Jahren scheiterten in Camp David in den USA die entscheidenden Verhandlungen zwischen den Israeli und den Palästinensern. Wenig später folgte die beispiellose Welle von Gewalt im Nahen Osten, die bis heute anhält. Der Autor des folgenden Beitrags findet die Gründe für das Scheitern von Camp David im Wesentlichen in der Verhandlungstaktik des damaligen israelischen Ministerpräsidenten Ehud Barak. Quelle: Ludwig Watzal
Neue Züricher Zeitung
Ein schwankender (US-)Präsident sowie das Fehlen eines glaubwürdigen Plans, schüren den Hass in Nahost Quelle: Robert Fisk
The Independent / ZNet
Übersetzt von: Andrea Noll
Raied Naieem (Palästinensischer Studentenverein) bei der Abschlusskundgebung des Münchner Schweigemarsches für ein Ende der israelischen Besatzung. Quelle: -
Der Autor ist Träger des Alternativen Friedensnobelpreises und des Carl-von-Ossietzky-Preises der Stadt Oldenburg und aktiv in der israelischen Friedensbewegung Gush Shalom. Quelle: Uri Avneni
junge welt
Übersetzung: Ellen Rohlfs
Der alternative Friedensnobelpreisträger Uri Avnery kritisiert im aktuellen Antisemitismus-Streit den Zentralrat der Juden in Deutschland: "Propagandazentrale Scharons" .Schwere Vorwürfe richtet der israelische Publizist und international bekannte Friedensaktivist Uri Avnery im aktuellen Antisemitismus-Streit an die Adresse des Zentralrats der Juden in Deutschland. Dieser scheine "eine Propagandazentrale der Regierung Scharons zu sein, so der Träger des alternativen Friedensnobelpreises in einem Gespräch mit der am Freitag in Berlin erscheinenden Wochenzeitung junge freiheit. Quelle: Uri Avnery
Desmond Tutu ist der vormalige Erzbischof von Cape Town/Südafrika. Tutu war zudem Vorsitzender in der Südafrikanischen 'Wahrheits- u. Versöhnungskommission' (zur Aufarbeitung der Verbrechen der Apartheid). Diese Rede hielt Tutu Anfang April in Boston/Massachusetts (USA) auf einer Konferenz über eine mögliche Beendigung der Okkupation (in Palästina). Eine ausführliche Version ist erschienen in der aktuellen 'Church Times'. Quelle: Desmond Tutu
Übersetzt von: Andrea Noll
Ein offener Brief des Schiftstellers Breyten Breytenbach an Ariel Scharon. Der südafrikanische Schriftsteller Breyten Breytenbach gehört zur achtköpfigen Autorengruppe des Internationalen Schriftstellerparlaments, die unlängst Israel und Palästina bereiste. Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung
Aus dem Englischen von Julika Griem
Seit 1952 steht das Caritas Baby Hospital den kranken Kindern von Bethlehem offen unabhängig von Nationalität, Religion oder sozialem Status. Luzern/Freiburg-2002 Quelle: -
Al-Dschasira läuft ständig auf dem Fernseher. In den Kaffeehäusern beobachten die Palästinenser in Berlin den Krieg in ihrer Heimat. Doch die alltäglichen Probleme in Deutschland bleiben davon unberührt. Und auch zum Teetrinken und Wasserpfeiferauchen bleibt immer Zeit. Quelle: taz Berlin lokal Nr. 6724
Von: Benjamin Dierks
Seit viereinhalb Jahren ist Manfried Wüst, 59, Leiter des Goethe-Instituts in Ramallah. Als er das Büro des Instituts im Westjordanland 1997 eröffnete, glaubte er an den Oslo-Prozess und hoffte durch seine Arbeit, zum Aufbau der palästinensischen Gesellschaft mit beitragen zu können. Wenige Monate vor dem Ende seiner Amtszeit erleidet seine Arbeit durch den Krieg einen schweren Rückschlag. Den Glauben an den Frieden hat trotzdem nicht verloren. Quelle: FAZ Interview
Neta Golan, an Israeli, is among the 40 international peace observers occupying Arafat's besieged office. Ian Urbina is Associate Editor of Middle East Report, a foreign policy magazine in Washington DC. Quelle: Neta Golan
«Sollte im Nahen Osten wieder ein Krieg ausbrechen ... oder sollte irgendeine arabische Nation Israel mit Raketen beschießen, wie es die Iraker taten, wäre eine nukleare Eskalation, die früher undenkbar war - außer als ultima ratio - jetzt eine ernstzunehmende Möglichkeit» Seymour Hersh (1).
«Die Araber mögen das Öl haben - wir haben die Zündhölzer.» Ariel Scharon (2) Quelle: John Steinbach
www.middleeast.org
Übersetzung: Ernst Herbst