Palästinensische Mission

Die Diplomatische Vertretung Palästinas in Deutschland

Düsseldorf setzt Ausstellung zu Palästina willkürlich ab

Zur willkürlichen und frühzeitigen Absetzung der Wanderausstellung "Die Nakba -Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948" des Vereins "Flüchtlingskinder im Libanon e.V." durch die Volkshochschule Düsseldorf am vergangenen Donnerstag erklärt der Generaldelegierte Palästinas, Salah Abdel Shafi:

"Mit Bestürzung und mit Fassungslosigkeit habe ich von der willkürlichen und frühzeitigen Absetzung der Wanderausstellung "Die Nakba - Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948" durch die Volkshochschule Düsseldorf erfahren. Die am letzten Donnerstag gefällte Entscheidung ist nicht nachvollziehbar und der von der Stadt Düsseldorf gefasste Beschluss entbehrt jeglicher Grundlage.

Die Wanderausstellung, die seit drei Jahren bundesweit gezeigt wird, thematisiert die Vertreibung des palästinensischen Volkes aus seiner Heimat. Die Erfahrungen der Menschen sind eingebettet in den historischen Kontext und werden durch von deutschen, israelischen und palästinensischen Autoren veröffentlichen Zahlen und Fakten belegt. Gerade hierdurch zeigt die Ausstellung in sachlicher und objektiver Weise die palästinensische Perspektive, ohne die Geschichte zu verfälschen und zu verzerren.

Die Entscheidung, die Ausstellung abzusetzen, ist zu verurteilen und an dieser Stelle muss mit aller Deutlichkeit gesagt werden, dass hier eine Politik der Ausgrenzung und der Ignoranz betrieben wird. Sich nicht mit dem Leid des palästinensischen Volkes zu beschäftigen und sich der palästinensischen Vergangenheit zu verschließen, zeugt nicht von der Bereitschaft, sich für ein friedliches Miteinander einsetzen zu wollen. Die Stadt Düsseldorf hätte den Weg der Verständigung gehen können, mit ihrem Entschluss allerdings ließ sie diese Möglichkeit ungenutzt.

Stellungnahme: 28.03.2011