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16.03.2012 14:54

SPD-Vorsitzender Gabriel spricht klare Worte

Wer schon einmal die Stadt Hebron in der von Israel besetzten Westbank besuchte, weiß nur zu gut, in welcher unmenschlichen Lage fast 200.000 Menschen leben müssen. Einen Politiker nun anzugreifen, weil er das Kind beim Namen nennt, verherrlicht die israelische Besatzung der palästinensischen Gebiete, erklärt Botschafter Salah Abdel Shafi.

Israelische Sperrgebiete innerhalb der Innenstadt von Hebron

"Nach seinem Besuch der Stadt Hebron bezeichnete der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel die Lage vor Ort als einen rechtsfreien Raum. "Das ist für Palästinenser ein rechtsfreier Raum, das ist ein Apartheid-Regime, für das es keine Rechtfertigung gibt", schreibt der SPD-Vorsitzende.

Die Reaktionen, die auf seine Aussage folgten, sind für mich vollkommen unverständlich. Die Aussage des SPD-Vorsitzenden ist eine mutige und wahrheitsgemäße Feststellung und er verdient hierfür Respekt.

Gabriel hat der Situation, in der die Palästinenser in Hebron leben, einen Namen gegeben. Nur diejenigen, die die Westbank und insbesondere die Stadt Hebron besucht haben, wissen um diese unwürdige Lage. Wer diese klaren Worte anprangert, der verherrlicht Unterdrückung und Besatzung.

Ich möchte heute an die Menschen, die an Freiheit und Gerechtigkeit glauben, einen Appell richten: Unterstützen Sie Politiker wie den SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel, damit auch das palästinensische Volk in Würde und Frieden in einem unabhängigen Staat Palästina leben kann."

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