Sie befinden sich hier

Inhalt

20.02.2012 14:37

Israelische Lobby diffamiert Friedensstifter

Der palästinensische Theologe Dr. Mitri Raheb wird am 24. Februar zusammen mit drei weiteren Personen mit dem Deutschen Medienpreis 2011 geehrt. Sie erhalten diesen Preis, weil ihre Taten herausragendes Symbol für die Menschlichkeit haben, ohne dabei in den medialen Fokus zu gelangen. Seit Bekanntgabe der zukünftigen Preisträger wird der aus Bethlehem kommende Pfarrer im höchsten Grad diffamiert. Hierzu erklärt Botschafter Salah Abdel Shafi.

"Der lautstarke Protest der israelischen und jüdischen Lobby in Deutschland nach Bekanntgabe der Preisträger des Deutschen Medienpreises war ebenso vorhersehbar wie die darauffolgende diffamierende und verleumderische Kampagne gegen Pfarrer Raheb. Vorhersehbar war auch die Aufforderung an den Laudator, dem ehemaligen Bundespräsidenten Roman Herzog, der Preisverleihung fern zu bleiben.

Seit Jahrzehnten tritt der evangelische Pfarrer für Verständigung von Christen, Moslems und Juden ein und kämpft für einen gerechten Frieden zwischen dem palästinensischen und dem israelischen Volk. Der Begründung der Jury, dass "Dr. Rahebs Wirken die Alternative zu Gewalt und Radikalisierung" sei, kann ich mich nur anschließen.

Anstatt verzerrende Feindbilder sowie Stereotypen zu unterstützen und sich mit Diffamie sowie Rufschädigung medial in Szene zu setzen, sollte sich diese Lobby den Grundgedanken des Medienpreises zu eigen machen und sich gleichzeitig ein Beispiel an Pfarrer Raheb nehmen. Als "leiser Friedensstifter" und fern der politischen Bühne begründete der Theologe Orte, die dem Dialog und der Verständigung zwischen Religionen und Völkern dienen. Und für seine hervorragende Arbeit steht diese Auszeichnung."

Kontextspalte