*** Anlässlich des Festes Eid Al-Fitr bleibt die Generaldelegation Palästinas vom 9. September bis zum 13. September 2010 geschlossen. Ab dem 14. September 2010 hat die Generaldelegation Palästinas von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr geöffnet. ***
Startseite e-Mail Impressum Webmaster

Generaldelegation
Generaldelegation
Generaldelegierter
Konsularangelegenheiten
Öffentlichkeitsarbeit

Deutschland-Palästina
Beziehungen
Zusammenarbeit
Projektträger

EU-Palästina
Beziehungen
Zusammenarbeit
Projektträger

Friedensprozess

Bilder

Register der Studierenden

Newsletter

bestellen abstellen
Nachrichten
Beiträge
Stellungnahmen
Medienpräsenz
Kulturkalender

Kontakt

Generaldelegation Palästinas
Ostpreußendamm 170
12207 Berlin

Tel.: 030 - 20 61 77 - 0
Fax: 030 - 20 61 77 - 10


Öffnungszeiten:
Mo - Fr 9:00 - 15:00 Uhr

 

Medienpräsenz - Presse

zurück Artikel ausdrucken Artikel weiterempfehlen

"Wir streben Fairness an"

In einem Gespräch mit Dr. Alexander Schacht von der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung spricht der Generaldelegierte Palästinas, Hael Al-Fahoum, über die Auswirkungen der Nakba vor 60 Jahren.

60 Jahre Israel: Für Israelis ist das ein Grund zum Feiern. Und für Palästinenser?

Für uns markiert das Datum den Start von Flucht, Vertreibung, Unterdrückung. Wir leiden bis heute unter fremden Fehlern. Der Holocaust war nicht unser Verbrechen, aber an uns wurde Rache genommen. Die tragische Ironie ist, dass Mittel, die gegen Juden angewendet wurden Entwürdigung, Enteignung, Verfolgung nun gegen uns praktiziert werden.

Worin liegt die von Palästinensern sogenannte Katastrophe von 1948? In Israels Existenz oder im Leid damaliger Opfer?

Das ist schwer zu unterscheiden, weil das zweite aus dem ersten folgt. Wir haben uns mit Israels Existenz abgefunden, freilich nicht, weil wir sie für gerecht hielten. Wir streben nicht umfassende Gerechtigkeit an, sondern nur Fairness.

Muss es zwischen Palästinensern und Israelis nicht eine Verständigung über die Deutung der Ereignisse von 1948 geben?

Natürlich. Der erste Schritt muss aber von den Israelis kommen. Wir sind bereit
zur Verständigung, weil wir sie dringend brauchen. Die Zeit ist reif dafür.

Was muss geschehen, damit 2008 zum Friedensjahr wird?

Wir stehen der internationalen Gemeinschaft gegenüber, die Israel massiv unterstützt.
Wir haben den Rückhalt des arabischen Angebots an Israel: Land für Frieden, aber wir stehen allein. Was wir brauchen, sind nicht Worte, sondern Taten.
Die Welt muss allen Gegnern einer Friedenslösung die Unterstützung entziehen.

Sie meinen den Iran und Syrien?

Ich meine auch Israel. Denn Israel arbeitet aufgrund seiner Illusion, die Lage militärisch statt politisch beherrschen zu können, und aufgrund seiner Provokationen allen Extremisten in die Hände.

Sind Sie trotzdem zuversichtlich?

Ich lebe von der Hoffnung. Wenn es gelingt, die Energien, die derzeit von Hass, Gewalt und Zerstörung gebunden werden, für die Gestaltung einer friedlichen Zukunft zu nutzen, werden Israel und Palästina, wird der ganze Nahe Osten zu
einer blühenden Region. Aber wenn ich die Signale Deutschlands, der EU und der UN richtig deute, gibt es jetzt konkrete Impulse in die richtige Richtung.



Hannoversche Allgemeine Zeitung; 07. Mai 2008
Medienpräsenz - Presse vom 30.05.2008

30.05.2008
zurück Artikel ausdrucken Artikel weiterempfehlen