*** Anlässlich des Festes Eid Al-Fitr bleibt die Generaldelegation Palästinas vom 9. September bis zum 13. September 2010 geschlossen. Ab dem 14. September 2010 hat die Generaldelegation Palästinas von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr geöffnet. ***
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Generaldelegation Palästinas
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Medienpräsenz - Presse

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"Starker Wille für eine Lösung erforderlich"

Nachdem gestern Vertreter Israels und der Palästinenser die erste Runde der Friedensverhandlungen nach der Nahost-Konferenz in Annapolis aufgenommen haben, hofft auch der Generaldelegierte Palästinas, Hael Al-Fahoum auf Verhandlungserfolge in Jerusalem:

Wie bewerten Sie die Chancen für ein erfolgreiches Ende der Verhandlungen?

Al-Fahoum:
Wir verwenden immer alle unsere Energie darauf, die Treffen mit den Israelis zum Erfolg zu führen. Aber die momentan unternommenen Schritte sind große Hindernisse für überhaupt irgendeinen Erfolg oder ein Vorankommen.

Sie meinen die Pläne für 307 neue Wohnungen in Ostjerusalem und die Angriffe auf Gaza?

Al-Fahoum:
Genau. Wir hoffen, dass unsere Partner im Friedensprozess, die USA, die EU, Russland und die Uno, die Israelis auffordern, damit aufzuhören, Hindernisse zu errichten. Vielmehr sollen sie sich endlich richtig für die Schaffung der Zweistaatenlösung öffnen.

Klingt nach einem schlechten Start für die Verhandlungen?

Al-Fahoum:
Ein sehr schlechter Start. Um ein friedliches Miteinander erreichen zu können, müssen wir maximale Anstrengungen in die richtige Richtung unternehmen und nicht in die falsche.

Aus dem Gaza-Streifen sind erneut über 19 Kassam-Raketen abgefeuert worden . . .

Al-Fahoum:
Was in Gaza passiert, ist beschämend für alle Palästinenser. Auch ich schäme mich. Die Hamas kann nicht stolz darauf sein, was sie geschafft hat. Die palästinensische Bevölkerung ist sich im Übrigen aber der Gefahr bewusst, die vom Gaza-Streifen ausgeht. Sie lehnt die Hamas mehrheitlich ab.

Mahmud Abbas ist als Palästinenserführer geschwächt und Ehud Olmert steckt im Umfragetief. Sind das die falschen Personen für Verhandlungen?

Al-Fahoum:
Wichtig ist ein starker Wille, eine Lösung zu finden. Präsident Abbas hat in der Vergangenheit Courage und Mut bewiesen. Er wird weiter für einen Palästinenserstaat mit den besetzten Gebieten von 1967 und Ostjerusalem als Hauptstadt kämpfen.

Wäre bei diesem Punkt nicht schon Verhandlungsende?

Al-Fahoum:
Wir hoffen auf eine faire Lösung. Es geht hier nicht um Rache. Denn keine der beteiligten Parteien kann das ganze Land für sich beanspruchen.

Gespräch: Jan HOLLITZER



Thüringer Allgemeine
13. Dezember 2007

Medienpräsenz - Presse vom 13.12.2007

13.12.2007
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