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Neue Hilfsmaßnahmen der Europäischen Kommission
im Umfang von 100 Mio. EUR zur Verbesserung der Bedingungen im Gaza-Streifen
und Westjordanland und zur Wiederankurbelung der palästinensischen
Wirtschaft
Nach den jüngsten positiven Entwicklungen in den palästinensischen
Gebieten und dem Abzug der israelischen Streitkräfte aus Teilen
des Gaza-Streifens und aus Bethlehem sieht die Europäische
Kommission die beschleunigte Auszahlung eines Finanzhilfepakets
in Höhe von 100 Mio. € vor, um die Umsetzung des Nahost-Friedensfahrplans
zu unterstützen. Sie umfassen ein Soforthilfeprogramm in Höhe
von 30 Mio. €, das unmittelbar auf die Verbesserung der Lebensbedingungen
der palästinensischen Bevölkerung abzielt. Mit den im
Rahmen des neuen Förderinstrument für die Reform bereitgestellten
40 Mio. soll der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA)
die Rückzahlung von Außenständen bei kleinen und
mittleren Unternehmen ermöglicht und die Wiederbelebung der
palästinensischen Wirtschaft unterstützt werden. Außerdem
sollen Darlehen in Höhe von 30 Mio. € an die KMU vergeben
werden, um diesen Sektor zu stärken und neue Arbeitsplätze
zu schaffen. Damit werden 2002-2003 aus dem Haushalt der Europäischen
Gemeinschaft insgesamt Mittel in Höhe von 570 Mio. € zur
Unterstützung des Reformprozesses und als humanitäre Hilfe
bereitgestellt
Der für Außenbeziehungen zuständige Kommissar Chris
Patten erklärt: "Ich begrüße die Maßnahmen,
durch die Israel und die Palästinensische Autonomiebehörde
mit der Umsetzung des Nahost-Friedensfahrplans begonnen haben. Bei
diesem äußerst schwierigen Prozess benötigen sie
die umfassende Unterstützung der internationalen Gemeinschaft.
Die Wiederbelebung der palästinensischen Wirtschaft und der
Wiederaufbau der wesentlichen öffentlichen Dienste werden das
Vertrauen in den Friedensprozess und entsprechende Einsatzbereitschaft
stärken. Die Union ist - die Beiträge der Kommission und
der einzelnen Mitgliedstaaten zusammengenommen - der größte
Geber für die palästinensischen Gebiete und wird sich
weiterhin mit aller Kraft für die Stabilisierung der Region
und eine Zwei-Staaten-Lösung einsetzen".
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Während der Intifada hat sich die öffentliche Infrastruktur
im Westjordanland und im Gaza-Streifen, einschließlich
Straßenzustand, Kanalisation, Stromversorgung und Abfallentsorgung,
drastisch verschlechtert. Die Europäische Kommission
unterstützt die palästinensischen Stadtverwaltungen
mit einem Soforthilfeprogramm in Höhe von 30 Mio. €,
um Abhilfe für diese Probleme zu schaffen.
Durch das Programm werden dringend erforderliche Maßnahmen
in den am stärksten betroffenen Gebiete - vor allem im
nördlichen Gaza-Streifen und Bethlehem - finanziert.
Die ersten Projekte, mit denen bereits begonnen wurde, umfassen:
- 4,5 Mio. € für den Wiederaufbau von Brücken,
Instandsetzung und Aufbau der Kanalisation und andere Maßnahmen
für die öffentliche Infrastruktur in Beit Hanoun
im nördlichen Gaza-Streifen.
- 2 Mio. € für die Instandsetzung der Straßeninfrastruktur
in Bethlehem.
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Diese Projekte werden nicht nur zur Verbesserung der Lebensbedingungen,
sondern auch zur Schaffung neuer Arbeitsplätze und zum Aufbau
der erforderlichen Rahmenbedingungen für den wirtschaftlichen
Wiederaufschwung beitragen.
Die Beschränkungen des Personenverkehrs, die Abriegelungen
und andere Einschränkungen während der Intifada hatten
verheerende Auswirkungen auf die palästinensische Wirtschaft.
50% der Erwerbsbevölkerung sind arbeitslos, und etwa 60 % der
Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze von 2 USD pro Tag.
Die Europäische Kommission setzt sich mit Nachdruck für
eine Verbesserung dieser Situation ein:
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Nur wenige Wochen nach dem Beschluss über die Einsetzung
des Förderinstruments für die Reform wurde eine
erste Tranche von 40 Mio. € an das Finanzministerium
der PA ausgezahlt. Dieses Instrument soll der PA die Rückzahlung
von Außenständen bei Privatunternehmen ermöglichen.
Damit sollen die öffentlichen Finanzen der PA stabilisiert
und gleichzeitig der Wiederaufschwung der palästinensischen
Wirtschaft gefördert werden. Die Auszahlung einer zweiten
Tranche von 40 Mio. € in diesem Jahr wird von weiteren
Fortschritten bei den Finanzreformen innerhalb der PA abhängig
gemacht.
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Die Kommission hat die in Form von Darlehen bereitgestellte
Unterstützung für die Privatwirtschaft verdoppelt,
so dass der neu geschaffene Fonds für Darlehen, die in
Notfällen an palästinensische KMU gewährt werden
nun mit 30 Mio. € ausgestattet ist. Dieser Fonds soll
die KMU bei der Bewältigung der derzeitigen Krise unterstützen
und die Grundlage für die wirtschaftliche Entwicklung
schaffen, die parallel zur politischen Entwicklung erfolgen
muss.
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Alle oben genannten Maßnahmen ergänzen die langjährige
Unterstützung der Kommission für die Reformen der PA in
den Bereichen öffentliche Finanzen, Rechtsstaatlichkeit und
Wahlen sowie die humanitäre Hilfe und Unterstützung der
UNRWA. UNRWA-Programme in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Soforthilfe
und soziale Dienste sind für palästinensische Flüchtlinge
im Jordan, Libanon, Syrien, Gazastreifen und Westjordanland bestimmt.
Die Kommission hat die Maßnahmen der UNRWA seit 2000 mit über
200 Mio. € unterstützt. Die humanitäre Hilfe wird
über das Amt für humanitäre Hilfe der Europäischen
Kommission - erst letzte 10 Mio. € für die Opfer der Krise
in den palästinensischen Gebieten und die palästinensischen
Flüchtlinge im Libanon - bereitgestellt.
Damit erreicht die humanitäre Hilfe für die Opfer der
Krise seit der zweiten Intifada insgesamt 107 Mio. €
Weitere Informationen unter:
http://europa.eu.int/comm/external_relations/gaza/intro/index.htm
Hilfe der Europäischen Gemeinschaft
für die Palästinenser und den Nahost-Friedensprozess seit
Oslo, einschließlich MEDA-Programm
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